Claudia Barainsky, Sopran

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"Claudia Barainskys Marie gerät stimmlich hinreißend klar und klischeefrei: Eine kindliche Gestalt, ohne aufgesetzte Derbheiten, die symbiotisch mit ihrem kleinen Sohn verwachsen erscheint."
(Wozzeck, Théâtre de la Monnaie – FAZ, 1. März 2008)

Claudia Barainsky gilt international als eine der vielfältigsten Künstlerinnen ihres Fachs. Sie studierte Gesang an der Hochschule der Künste in Berlin bei Ingrid Figur, Dietrich Fischer-Dieskau und Aribert Reimann.

1994 gab sie mit der Titelpartie in Reimanns Melusine ihr Debüt an der Sächsischen Staatsoper Dresden, eine weltweite Karriere folgte: Sie gastiere an den Opernhäusern in Amsterdam, Avignon, Berlin, Brüssel, Dresden, Hamburg, Leipzig, Köln, München, Stuttgart, Tokio. Ihr Debüt bei den Bayreuther Festspiele gab sie mit „Blumenmädchen 1/1 “ und „Waldvogel“.

Ihr breitgefächertes Repertoire umspannt Werke aus allen Epochen des Musiktheaters. Claudia Barainsky gestaltete die Titelpartie in Reinhard Keisers "Die römische Unruhe oder die edelmütige Octavia“ (Händelfestspielen Karlsruhe), sie war die Sophie im "Rosenkavalier“ und die Musette in "La Bohème“ die Anna in Marschners "Hans Heiling" und Alban Bergs "Lulu“.
In jüngster Zeit widmet sich Claudia Barainsky auch neuen Aufgaben, so debütierte sie mit großem Erfolg als Marie in Bergs "Wozzeck“ am Théâtre de la Monnaie in Brüssel. Claudia Barainsky dürfte mit Fug und Recht die z. Zt. führende Interpretin der Marie in Bernd Alois Zimmermanns "Die Soldaten“ genannt werden. Diesen Anspruch bestätigte sie neuerlich in 2007/2008 auf einem Gastspiel der Ruhrtriennale im Lincoln Center New York. Für die auf DVD dokumentierte Leistung in dieser Produktion wurde Claudia Barainsky als „Beste Sängerin“ mit dem Preis der Deutschen Schallplatten Kritik 3/2007 ausgezeichnet.

Ihrer Liebe zum Konzert- und Liedgesang geht Claudia Barainsky in unverändert starkem Maße nach. Mozarts Konzertarien, die Sopran-Partien der großen Oratorien und die großen Orchesterlieder des Repertoires stehen ebenso auf ihrem Programm wie ausgefallene Werke, die Komponisten immer wieder speziell für sie schreiben, Aribert Reimann sei hier stellvertretend genannt. Mit großem Enthusiasmus gestaltet sie ihre Liederabendprogramme, die schon allein von der Werkauswahl immer einen besonderen Abend versprechen.

Ihre musikalischen Partner sind die international angesehensten Orchester und Dirigenten, darunter Gerd Albrecht, Herbert Blomstedt, Sylvain Cambreling, Alessandro De Marchi, Michael Gielen, Hartmut Haenchen, Daniel Harding, Philippe Herreweghe, Marek Janowski, Zubin Mehta, Ingo Metzmacher, Markus Stenz, Christian Thielemann, die Berliner und Münchner Philharmonikern, das Philharmonia Orchestra London, das Gewandhausorchester Leipzig, das NHK-Orchester, das Concertgebouw Orkest Amsterdam und das Orchestre de la Suisse Romande, um nur eine Auswahl zu nennen. Bei den internationalen Festivals (u.a. Salzburger Festspiele, Lincoln Center Festival, Ruhrtriennale) ist Claudia Barainsky ebenfalls stets gern gesehener Gast.

Claudia Barainsky lebt mit ihrer Familie in ihrer Geburtsstadt Berlin.

Künstler/Kunden
Heike Wessels, Mezzosopran